Die größten Kino Flops 2016

Die größten Kino Flops 2016

Wie jedes Jahr gab es auch 2016 wieder eine Menge Filme die die finanziellen Erwartungen der Studios absolut nicht erreichen konnten. Die Kosten einen Film ins Kino zu bringen sind sehr hoch und meist muss das Filmstudio noch zusätzlich knapp 30-50% des Budgets für Marketing ausgeben, so dass viele Filme trotz leicht positivem Einspielergebnisses Geld verlieren. Außerdem bekommt das Filmstudio nur einen Teil der Einspielergebnisse, was die Einnahmen noch schmälert. Vertriebsfirmen und Kinobetreiber wollen schließlich auch noch ihren Teil vom Kuchen abhaben. Im Jahr 2016 gab es viele Filme die trotz schlechter Reviews an der Kinokasse noch gut abgeschnitten haben, wie zum Beispiel SUICIDE SQUAD. Dass es aber auch anders gehen kann zeigt meine Liste der größten Kino Flops 2016!

  1. GODS OF EGYPT

Kino Flops 2016

Alex Proyas´kostspielige Shitshow gehörte letztes Jahr zu den schlimmsten Enttäuschungen. Sowohl finanziell als auch was die Kritiken angeht. Bei einem Budget von knapp 140 Millionen USD (zuzüglich Marketing) und einem weltweiten Einspielergebnis von 150 Millionen USD dürfte man bei der Produktionsfirma wohl auch wahrlich feuchte Augen bekommen haben als die ersten Einspielergebnisse eintrudelten. Zwar klingt das Ergebnis auf den ersten Blick nicht so schlecht, doch stellt Euch mal vor dass Ihr 150 Mille in einen Streifen gesteckt hättet und am Ende dann sogar auf einem Sparbuch von der Sparkasse mehr damit verdient hättet. Bei GODS OF EGYPT habe ich auch wirklich keinerlei Mitleid, denn wie irgend ein überbezahlter Manager bei der Produktionsfirma geglaubt haben konnte, dass dieser Film das Zeug dazu hazt ein Erfolg wir ist mir schleierhaft. Gerard Butler beweist wieder mal dass seine Filme meistens nicht genug Geld einspielen und auch GAME OF THRONES Star Nikolaj Coster-Waldau ist nicht wirklich bekannt dafür die Massen ins Kino zu ziehen. Ich mag ihn als Schauspieler, aber bei GODS OF EGYPT kann er keinen Blumentopf gewinnen. Als Trash Fan kann man GODS OF EGYPT eventuell noch etwas abgewinnen, doch muss man dafür auch schon ein paar Bier intus haben um das Ganze zu ertragen. Das mit Alex Proyas´Karriere dürfte sich vorerst auch mal erledigt haben.

2. THE LEGEND OF TARZAN

Die mit einem Budget von 180 Millionen Dollar entstandene Neuverfilmung des TARZAN Epos zeigt, dass man manche Filmreihen am besten nicht rebooten sollte. Der auf einem klassischen Roman basierende Geschichte hat in der Vergangenheit Massen in die Kinos gezogen, ist jedoch in Zeiten von Iphones, Streaming und Superhelden schwer gealtert. Jüngere Generationen können mit der Figur einfach nicht so viel anfangen, wie deren Eltern und Großeltern zuvor. Damals gab es ja auch weitaus weniger Auswahl, so dass die Leute von früher einfach leichter zu begeistern waren. Ein Typ mit Lendenschurz und durchtrainiertem Sixpack kann mich persönlich nicht umhauen und ich glaube so ging es auch vielen anderen Kinogängern. Die unzureichenden Einspielergebnisse sind bei THE LEGEND OF TARZAN aber überraschenderweise nicht mal das größte Problem, denn mit knapp 350 Millionen Dollar hat der Film dann aufgrund gutem Marketing noch akzeptabel abgeschnitten. Leider verpuffen die Einspielergebnisse aufgrund der hohen Kosten des fast 200 Millionen teuren Films. Wenn man dann noch die Marketingkosten dazu rechnet und den Anteil des Vertriebs und der Kinos abzieht bleibt da nicht mehr viel übrig.

3. BEN-HUR

Alles was ich zu THE LEGEND OF TARZAN geschrieben habe, gilt auch für das Remake von BEN-HUR. Ich bin Teil einer Generation die zwar als Kind noch mit den ganzen Bibelfilmen an Feiertagen gequält worden ist, doch sind das für mich einfach keine Themen die mich persönlich interessieren. Die Story von BEN-HUR steht stellvertretend für das Oldschool Kino der 50er oder 60er Jahr….eine goldende Zeit für das Kino aber eben nichts was bei mir selbst Nostalgie Gefühle auslösen könnte. Ich war da noch knapp 30 Jahre noch nicht geboren und habe deswegen andere Lieblingsfilme. Klar kann man sich das Original auch heute noch sehr gut anschauen, doch ein Remake braucht dafür trotzdem keiner. Schon gar nicht, wenn das Remake schlechter als das Original ist. Der Film hat bei einem 100 Millionen Dollar Budget gerade mal 94 Millionen Dollar eingespielt. Nur ein Bruchteil davon war in dem für amerikanische Filme so wichtigen US Markt, so dass BEN HUR eine sehr teure Abschreibung für MGM und Paramount geworden ist. Auch hier stellt sich mir die Frage, wie weltfremd man als Executive sein muss, um für sowas ein Budget von 100 Millionen zu genehmigen. Was könnte man dafür für geile Sachen machen, wenn man stattdessen ein paar Independent Regisseuren eine Chance geben würde.

4. ZOOLANDER 2

Die Fortsetzung zum Überraschungshit ZOOLANDER ist 2016 ebenfalls gefloppt. ZUM GLÜCK, denn der Film war ein ideenloser und dreister Versuch mit einer schlecht gemachten Fortsetzung vom Erfolg des Originals zu profitieren. Doch trotz endloser Cameo-Auftritte von bekannten Stars bekam der Film an der Kinokasse mächtig eins auf die Mütze, was einfach an der schlechten Qualität lag. Bei Kosten von 45 Millionen gegenüber Einnahmen von knapp 55 Millionen machen deutlich dass man bis auf weiteres erstmal keinen neuen ZOOLANDER Film mehr ertragen muss. Da mir sogar schon der erste Teil nicht gefallen hat, komme ich damit sehr gut klar. But why male models? Shut the fuck up!

5. TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES II: OUT OF THE SHADOWS

Nachdem das Original mit über 500 Millionen USD wirklich gut gelaufen ist, konnte die Fortsetzung nur noch knapp die Hälfte der Einnahmen des Originals für sich verbuchen. Und das obwohl der Film meiner Meinung nach sogar besser als der erste Teil gewesen ist. Aber irgendwie hatten die Zuschauer wohl keine Lust auf eine Fortsetzung von TRANSFORMERS MEETS THE NINJA TURTLES, so dass das TURTLES Franchise für die nächsten Jahre wohl wieder auf Eis gelegt wird. Das Problem bei Michael Bay Filmen ist einfach, dass die Story zu austauschbar ist. Bay legt wert auf Momente, so dass die Story meistens belanglos ist…und das spiegelt sich manchmal auch an der Kinokasse wieder. Außerdem waren die Turtles mit ihren komischen Gesichtern auch ein bisschen zu creepy für Kinder…und mich selbst.

6. INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE

Roland Emmerich hat´s ganz klar verbockt! Dieser Film hat mich persönlich echt sauer gemacht. Der Schwabe in Hollywood hat meinen unstillbaren Zorn auf sich gezogen, weil er eine Steilvorlage zu einem guten Sci-Fi Film absolut dilettantisch versemmelt hat. Denn jeder halbwegs kompetente Regisseur hätte mit dieser Handlung, dem üppigen Budget und Jeff Goldblum im Gepäck einen Knaller-Blockbuster machen können. Schließlich hatte er ja auch knapp 20 Jahre Zeit um ein gutes Drehbuch zu schreiben. Doch leider schafft es RESURGENCE stattdessen sogar noch, den ersten Teil im Nachhinein schlechter zu machen als er eigentlich ist. Ich hatte es mir so sehr gewünscht den zweiten INDEPENDENCE DAY zu mögen, doch der Film war eine Beleidigung für alle Fans und ich persönlich habe mit Roland Emmerich als Regisseur abgeschlossen. Genauso sahen das auch viele Andere, so dass ID2 bei einem Budget von knapp 165 Mio. Dollar am Ende nur 390 Millionen eingespielt hat….und meiner Meinung nach war das auch noch sehr wohlwollend und einem günstigen Startzeitpunkt geschuldet.

7. STAR TREK: BEYOND

Kino Flops 2016

Von allen finanziellen Flops die dieses Jahr so passiert sind, finde ich diesen hier am unglücklichsten. Unter den Fans und Zuschauern fand dieser dritte STAR TREK Film eine sehr breite Akzeptanz und ich persönlich mochte den Film mehr als den Vorgänger. Leider hat am Ende irgendwas nicht gestimmt, so dass STAR TREK: BEYOND an der Kinokasse nur knapp 343 Millionen USD einspielen konnte und das ist bei einem Budget von 185 Millionen USD bei weitem nicht genug um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Traurig auch, dass STA TREK: BEYOND der letzte STAR TREK Film mit Darsteller Anton Yelchin war, der kurz darauf bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Kein gutes Jahr für Trekkies, obwohl der Film echt gut geworden ist.

8. GHOSTBUSTERS

Die Wetten standen von Anfang an gegen das Remake des Fan-Lieblings GHOSTBUSTERS. Da überrascht es auch nicht, dass nach einer desaströsen Marketingkampagne von SONY und Regisseur Kevin Feig am Ende ein brutaler Flop herum kam. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, haben aber vor allem damit zu tun dass der Film nicht besonders gut war. Viele Stärken des Originals hat man ignoriert und stattdessen versucht eine Komödie nach Schema F zu fertigen. Den Fans hat das nicht gefallen, so dass der Trailer von GHOSTBUSTERS eines der unbeliebtesten Videos aus Youtube war. Statt sich der Kritik auf faire Weise zu stellen, suchte Regisseur Feig daraufhin die Schuld bei den “sexistischen Fans” die grundsätzlich ein Problem mit weiblichen Darstellern in Männerrollen hätten. Was meiner Meinung nach totaler Blödsinn ist, der nur davon abzulenken versucht dass der Film nicht gut war. Am Ende spielte GHOSTBUSTERS 229 Millionen US Dollar bei einem Budget von knapp 144 Millionen Dollar ein. Dies liegt WEIT hinter den erhofften Summen die man mit dem Film erreichen wollte, so dass das GHOSTBUSTERS Franchise für die nächsten Jahre wohl nicht mehr angetastet wird.

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