PASSENGERS Review Deutsch

PASSENGERS Review Deutsch

Nach all den Jahren in der Entwicklungshölle hätte ich nicht mehr mit einem PASSENGERS Review in meiner Lebenszeit gerechnet. Doch endlich hat sich jemand an die Verfilmung seit Jahren in Hollywood herumgeisternden Drehbuches gewagt. Eigentlich war Keanu Reeves schwer daran interessiert die männliche Hauptrolle zu spielen, doch nach jahrelangem Ringen um die Rechte ging der Part dann letztendlich an Chris Pratt. Natürlich hatte das auch damit zu tun, dass man Chris Pratt einfach eher zugetraut hatte einen Hit aus dem Film zu machen. Denn sowohl Chris Pratt als auch die in der weiblichen Rolle spielende Jennifer Lawrence gehören momentan zu den angesagtesten Stars in Hollywood.

Passengers Review Deutsch
PASSENGERS ist ein Sci-Fi Film in dem interplanetarische Reisen eine Normalität geworden sind. Die Passagiere eines gigantischen Raumkreuzers befinden sich auf den Jahrzehnte langen Reisen normalerweise im Hyperschlaf, doch bei einem Trip erwacht ein Passagier (Pratt) plötzlich 90 Jahre zu früh, obwohl das eigentlich technisch gar nicht möglich sein sollte. Und was viel schlimmer ist; außer ihm ist kein weiterer Mensch an Bord der nicht in einer Hyperschlafkabine liegt. Hilferufe bleiben ungehört und die Kommando-Zentrale des Raumschiffes ist ungefähr so hilfreich wie die Telefon Hotline von O2. Es ist einfach nicht möglich einen Menschen an die Strippe zu bekommen und nachdem Pratt erfolgreich eine Nachricht absetzen konnte dauert es ca. 50 Jahre bis diese beantwortet wird….also auch fast so wie in Wirklichkeit. Kurz und knapp: Die Lage ist heikel. Nach mehreren Monaten ohne jeden menschlichen Kontakt ist Jim, so der Name des Passagiers, so verzweifelt dass er versucht einen der anderen Passagiere aufzuwecken, um sich die Zeit zu vertreiben. Doch das ist bei weitem nicht sein einziges Problem, denn langsam aber sicher deutet sich an dass Jim nicht aus Zufall zu früh aus dem Hyperschlaf erwacht ist.

Inhaltlich ist die Geschichte von John Spaihts allererste Sahne. Das Buch erschien ursprünglich 2007 und seitdem sind viele daran gescheitert aus der Story einen Film zu machen. Die Rechte gingen schließlich an SONY, die jetzt unter der Regie von Morten Tyldum den Film finalisiert haben. Regisseur Tyldum ist ein Norweger, der vor allem durch seinen THE IMITATION GAME positiv aufgefallen ist. Auch bei PASSENGERS ist die Regie durchaus solide und für mich war der Film absolut in Ordnung. Wie bei vielen Filmen mit Chris Pratt handelt es sich dabei nicht um große Filmkunst, sondern jedoch durchweg gute Unterhaltung. Jennifer Lawrence spielt den weiblichen Gegenpart ebenfalls sehr solide, so dass es nicht wirklich ins Gewicht fällt dass nur wenige Schauspieler im ganzen Film zu sehen sind. Die Effekte sind gut und insgesamt handelt es sich bei PASSENGERS um den besten SONY Film den ich seit langem gesehen habe. Und für das angeschlagene Filmstudio ist das ja auch schon mal ein Achtungserfolg.

An der Kinokasse wird es PASSENGERS fürwahr nicht leicht haben, denn die Geschichte schreit einfach nicht nach einem großen Kinoerfolg. Fans von Chris Pratt und Jennifer Lawrence werden sicherlich dem Film etwas abgewinnen können, doch ist das in Zeiten von massig Konkurrenz durch Streamingdienste oft nicht genug um die Zuschauer ins Kino zu locken. Zudem ist Chris Pratts Figur leider auch nicht besonders liebenswert, so dass die Chemie der beiden Stars auch nicht wirklich funktioniert. Nach dem ersten Startwochenende hat PASSENGERS jetzt weltweit knapp 35 Million USD eingespielt, was in starkem Kontrast zum Budget von 110 Millionen USD steht. Ob sich PASSENGERS langfristig in der Gewinnzone festsetzen kann bleibt abzuwarten und ist auch davon abhängig wie der Film bei den Kinogängern ankommen wird. Momentan läuft PASSENGERS gegen den stark gestarteten ROGUE ONE und den endlich erschienenen ASSASSIN`S CREED, so dass es durchaus Probleme geben könnte. Die meisten Kritiker fanden den Film ziemlich scheiße, obwohl ich persönlich in meinem PASSENGERS Review diese Meinung nicht in dieser Weise teile. Der Film ist belanglos und ohne wirkliche Höhepunkte, aber scheiße ist er nicht. Ich habe mich über die gesamte Laufzeit unterhalten gefühlt, sehe den Film aber auch als inhaltliche Belanglosigkeit an die ich in zwei Wochen wieder vergessen habe. Chris Pratt spielt einen von Liebeslust erfüllten Soziopathen, den es prinzipiell einen Dreck interessiert ob andere unter seinen Taten leiden. Was das angeht erinnerte mich Pratt in diesem Film an Jack Nicholson in THE SHINING und man hätte aus der Story auch gut und gerne einen Horrorfilm über einen creepy Stalker im Weltall machen können. Diese Version hätte mich persönlich wohl auch eher angesprochen.

Das Fazit vom PASSENGERS Review: Zwei gut bezahlte Stars, Laurence Fishburne in einer Nebenrolle und ein kleines bisschen Action. In der Story wäre mehr drin gewesen, doch der von vielen herbei befürchtete Totalausfall ist es auch nicht. SONY hat momentan schwer zu kämpfen und ich glaube auch nicht dass PASSENGERS daran was ändern wird. Für Chris Pratt und Jennifer Lawrence war der Film eine lohnende Einnahmequelle, doch weder die Fans, die Kritiker noch das Filmstudio können letzten Endes mit dem fertigen Film uneingeschränkt zufrieden sein.

Filmfreak.org - Newsletter

Schreibt Euch für den Newsletter ein um News per Email und Links zu interessanten Artikeln zu erhalten oder an Verlosungen teilzunehmen.

Habt Dank!

Hoppla, das Internet ist kaputt!

Da war mehr drin!
  • 66%
    PASSENGERS - 66%
66%

Filmfreak.org - Newsletter

Schreibt Euch für den Newsletter ein um News per Email und Links zu interessanten Artikeln zu erhalten oder an Verlosungen teilzunehmen.

Super, hat geklappt!

Das Internet ist kaputt!