Review: DIE BESTIMMUNG – INSURGENT zum Start auf Blu-Ray und DVD

Review: INSURGENT zum Start auf Blu-Ray und DVD

DIE BESTIMMUNG INSURGENT Review Deutsch

Hey Leute, am 27. August startet der zweite Teil der DIE BESTIMMUNG Filmreihe auf Blu-Ray und DVD und ich möchte dazu jetzt auch noch das Review veröffentlichen.

Langsam aber sicher nähert sich der Kinosommer dem Ende entgegen. DIE BESTIMMUNG: INSURGENT war einer der ersten Blockbuster die im März dieses Jahres in den Kinos gestartet sind. Der finanzielle Erfolg von INSURGENT war eher überschaubar, denn angesichts eines Budgets von ca. 110 Millionen Dollar zuzüglich geschätzten 50 Millionen Dollar Marketingkosten lastete auf dem von Lionsgate produzierte Film von Anfang an ein sehr hoher Erfolgsdruck.
Anders als beim ersten Teil bei dem die Story eher im Mittelpunkt stand, zielte die Marketingkampagne zu INSURGENT stark auf die teueren Spezialeffekte ab. Denn wenn man eine Menge Geld in CGI investiert, möchte man sie natürlich auch zeigen. Meiner Meinung nach hatte das jedoch einen eher negativen Einfluß auf den Erfolg des Films, der zwar mit einem Einspielergebnis von 273 Millionen Dollar auf den ersten Blick deutlich auf der Habenseite steht. Beachtet man jedoch dass die Produktionsfirma nur einen Teil dieser Erlöse behalten darf, hat man bei Lionsgate zwar sicherlich keinen Verlust gemacht, doch so richtig gelohnt hat sich der Film auch nicht. Und das obwohl das Franchise eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt, den großen finanziellen Erfolg von der DIE TRIBUTE VON PANEM / HUNGER GAMES Reihe zu wiederholen. Es gibt junge Erwachsene, eine Titelheldin die sich gegen die Autorität einer kriminellen Regierung, eine dystopische und hoffnungslose Gesellschaft, gutaussehende Helden und eine Menge Spezialeffekte. Doch manchmal lässt sich die eben genannte Erfolgsformel nicht immer genauso reproduzieren wie man das gerne möchte.

Eigentlich ist INSURGENT jedoch ein ganz guter Film, der meiner Meinung nach sogar besser ist als der Vorgänger. DIVERGENT, so der Titel des ersten Teils der in Deutschland titulierten DIE BESTIMMUNG Reihe, konzentrierte sich auf die Einführung der Figuren und hatte einige gute Elemente, doch hat mir persönlich gar nicht gefallen. Der zweite Teil konnte mich nun zumindestens ein bißchen gütiger stimmen. Denn insgesamt war ich positiv von INSURGENT überrascht. Angesichts der Tatsache dass ich die Hauptfigur für nicht interessant genug halte und generell keine Filme mit Jai Courtney mag, hatte ich im Vorfeld aber auch keine großen Erwartungen. Die CGI, die einen großen Teil des Budgets ausmachen, sind alle eigentlich ganz gut, wobei es da auch ein paar welche gab die man vielleicht weglassen und die Szenen dann auf konventionelle Art und Weise hätte filmen können. Auch bei diesem zweiten Teil ist Jai Courtney mit dabei, fällt aber dieses Mal nicht wirklich als schlechter Schauspieler auf. Insgesamt habe ich das Gefühl dass sich langsam aber sicher ein Sättigungsgefühl einstellt, da wir in der letzten Zeit mit solchen Teenie-Filmen nahezu überflutet werden. THE MAZE RUNNER, DIE BESTIMMUNG, THE HUNGER GAMES, und so weiter und so fort. Ich persönlich bekomme eigentlich schon Gänsehaut, wenn ich das Wort “dystopisch” in der Inhaltsbeschreibung lese und diese Märktsättigung macht sich dann auch ein bißchen bei den Einspielergebnissen bemerkbar.

INSURGENT hatte neben der glanzlosen Hauptdarstellerin Shailene Woodley noch eine ganze Menge guter Schauspieler mit im Cast. TITANIC Star Kate Winslet ist gewohnt souverän, sinkt jedoch angesichts des ganzen Green-Screen Gefilmes ein bißchen auf das Level der restlichen Stars ab. Miles Teller, der den großen Durchbruch mit der Rolle des ehrgeizigen Drummers in WHIPLASH geschafft hat, ist meiner Meinung nach der stärkste Schauspieler im Cast. Leider hat er nicht besonders viel Screentime. Was die Story angeht, entfernt sich INSURGENT deutlich von der Vorlage und schafft es leider nicht, die vielen CGI mittels einer halbwegs guten Story zusammenzuhalten. INSURGENT ist absolut kein schlechter Film und hat einige starke Momente, doch ist das Drehbuch hier wirklich deutlich schwächer als beim ersten Teil, obwohl INSURGENT paradoxerweise der unterhaltsamere Teil der Reihe ist, da man sich eigentlich gar nicht mehr mit Charakterentwicklung beschäftigt und einfach nur Actionszenen und CGI zu sehen bekommt. Dass sowas funktionieren kann sah man bei THE HUNGER GAMES: CATCHING FIRE, doch leider ist die Regie des Stuttgarters Robert Schwentke zumindestens in diesem Film nicht auf so einem hohen Niveau. Dass Schwentke gute Filme machen kann ist unbestritten. Doch sind so viele Dinge mit INSURGENT nicht okay, dass man hier leider zu keinem besseren Urteil kommen kann.

Das große Problem der DIE BESTIMMUNG Reihe ist einfach der fehlende Wiedererkennungswert und das hat sich auch beim zweiten Teil nicht geändert. Lionsgate hat verkündet, dass zwei weitere Filme folgen sollen. Warum kann ich Euch nicht sagen, denn angesichts der immer häufiger in die Kinos kommenden Teenie-Dystophien werden es auch zukünftigere Teile der Reihe absolut schwer haben, die fehlende Originalität durch noch teuerere Spezialeffekte auszugleichen.
INSURGENT ist okay, aber sobald man ein bißchen an der Oberfläche zu kratzen beginnt und sich DIE BESTIMMUNG von einem filmkünstlerischen Standpunkt betrachtet, bricht das ganze Franchise in sich zusammen und man wünscht sich die Zeiten von Vampire vs. Werwölfe in TWILIGHT: BISS ZUM MORGENGRAUEN zurück. Und das will was heißen. Thanks, but no thanks!

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