Review: MAGGIE (2015) Deutsch

Review: MAGGIE (2015) Deutsch

MAGGIE Review Deutsch Arnold Schwarzenegger

Hey Leute, nachdem er beim Tribeca Filmfestival sein Debüt gefeiert hat, ist der Zombiefilm MAGGIE nun auch in den amerikanischen Kinos und auf VOD gestartet. Der Film handelt davon dass eine Seuche einen Teil der Menschheit mit einem Virus befallen hat, durch das sich die Menschen in Zombies verwandeln. Der Verwandlungsprozess ist langsam und schmerzhaft und gleicht in vielerlei Hinsicht den Symptomen unter denen Tollwütige leiden. Arnold spielt einen liebenden Vater, dessen Tochter Maggie von einem Infizierten gebissen wurde, und sich deswegen langsam in ein Zombieartiges Wesen verwandelt. Arnold, hier übrigens mit Vollbart, möchte nicht dass seine Tochter wie andere Infizierte in eine Quarantäne Anstalt kommt und versucht sie zuhause so gut es geht zu bewachen. Doch bald wird ihm klar, dass das nicht so einfach ist wie er sich das vorgestellt hat. Denn nach kurzer Zeit verweigert Maggie jede Nahrung und beginnt stattdessen Appetit auf ihre Familie zu entwickeln.

Also, MAGGIE ist ein Indie Film der in den USA nach seinem umfeierten Tribeca Start nur einen stark begrenzten Kinostart bekommen hat und dann gleich auf VOD weitergereicht wird. Das dürfte auch nochmal unterstreichen mit welch begrenzten finanziellen Mitteln und Vertriebsmöglichkeiten die Macher hier konfrontiert waren.
Und ich möchte das Beste gleich voran schreiben. Arnold ist super in MAGGIE. Der Vollbart steht ihm gut und man bemerkt schnell dass er sich in den letzten Jahren schauspielerisch weiterentwickelt hat. Und das meine ich todernst, denn obwohl ich eigentlich kein Freund seiner schauspielerischen Fähigkeiten war, spielt er in MAGGIE extrem glaubwürdig . Ich mag den neuen Arnold und schaue jetzt ein bißchen hoffnungsvoller seiner Rolle im neuen TERMINATOR Film entgegen, denn mir hat ehrlich gesagt der vierte Teil mit Christian Bale besser gefallen. Aber jetzt zurück zu MAGGIE.

Arnold ist bei dieser Kritik also schonmal außen vor. Die meisten meiner befreundeten Filmkritiker waren begeister, wobei ich aber deren Enthusiasmus irgendwie ganz und gar nicht teilen kann. Mir persönlich hat MAGGIE eher nicht gefallen, obwohl es einige gute Ansätze gab. Ich glaube es hat wohl auch mit der hohen Erwartungshaltung zu tun, denn ich hatte mir gewünscht dass man wenigstens ein bißchen Action zu sehen bekommt. Denn MAGGIE ist wie kaum ein anderer Zombiefilm und setzt den Fokus stark auf die Charaktere anstatt sich in Gore und Zombieaction zu verlieren. Und das macht der Film konsequent und wirkt dadurch über viele Strecken langatmig und orientierungslos. In Anbetracht der geringen finanziellen Mittel ist der Film ok, aber ich war eher ein bißchen enttäuscht, denn der Film dümpelt die ganze Laufzeit vor sich hin ohne wirkliche Höhepunkte zu haben.
Schauspielerisch ist alles auf hohem Niveau, denn nicht nur Arnold sondern auch Abigail Breslin, die die titelgebende MAGGIE spielt, kann wirklich schauspielern und ist jederzeit glaubwürdig. Es gibt wenige Splatterszenen zu sehen und wenn, dann ist alles sehr verhalten und vieles geschieht Off-Screen. Man kann MAGGIE als eine Art Charakterstudie eines Vaters der seine Tochter an einen tödlichen Virus verliert sehen und wer Dramen und viel Dialog mag, wird den Film sicherlich zu schätzen wissen. Für mich persönlich war MAGGIE jedoch zu viel Hype und wenig Handfestes. Und ich meine damit nicht dass es unbedingt hätte die ganze Zeit abgehen müssen wie in DAWN OF THE DEAD…einfach nur dass mir der Film zu monton und langatmig war.
Außerdem hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Es ist auch nicht das eigentliche Ende das mich hier stört, sondern dass der Film ohne jegliche Höhepunkte im Nichts endet. Ich war wirklich überrascht als plötzlich der Abspann zu laufen begann, denn ich hatte zumindestens einen kleinen “Höhepunkt” im Sinne eines Spannungsbogens erwartet. Doch nach ca. 90 Minuten war das Ganze schon wieder vorbei. Und das ohne dass sich die Figuren oder die Handlung groß entwickeln. Wie gesagt, die Schauspielerei ist super aber mir war das echt zu wenig um den Film abzufeiern. Einen Bonuspunkt gibts dafür dass Arnold jetzt auch mal einen Indie-Film gemacht hat, ohne dass ein großer finanzieller Gewinn dabei in Aussicht gestanden hätte aber ansonsten hat mich MAGGIE nicht umgehauen. Vielleicht schaue ich ihn mir irgendwann demnächst nochmal an aber ansonsten bin ich erstmal bedient. Das ständige Piano-Geklimmper macht einen wahnsinnig und ein bißchen mehr Action hätte nicht geschadet.
Genaueres über den Deutschlandstart ist mir bisher noch nicht bekannt aber ich werde berichten sobald der Film in DE erschienen ist.

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