THE OA Review Netflix Deutsch

THE OA Review Netflix Deutsch

Von Netflix kommt jetzt mit THE OA eine neue Miniserie die auf den ersten Blick wirklich interessant aussieht. Mystery, Crime, gute Schauspieler und viele gute Ansätze bietet THE OA.

THE OA Review Deutsch

 

Die Handlung offenbart sich jedoch nur langsam…und mit “langsam” meine ich “SEHR langsam”. Die Story der ersten Folgen sind jedoch fesselnd genug dass man unweigerlich in die durchaus interessante Geschichte hineingezogen wird. THE OA verbindet philosophische Fragen über das Leben nach dem Tod mit Crime-Elementen, so dass am Ende eine durchaus akzeptable Handlung dabei entsteht. Leider baut die Serie jedoch nach den ersten starken Folgen sehr ab und enttäuscht dann mit den letzten 3-4 Folgen vollständig. Das Finale ist eine Beleidigung an die Zuschauer, die mit großer Sicherheit von den idiotischen Ereignissen im Finale komplett sprachlos sein dürften. THE OA schafft es sich in mühevoller Kleinarbeit viele gute Ansätze aufzubauen, nur um diese dann komplett zu verwerfen. Das Grundprinzip der Show ist sehr gut aber die schlechten Drehbücher ziehen die Show ins Lächerliche und vermasseln dabei die Chance eine sehr gute Serie zu machen.

Ich persönlich habe mich über die Entwicklung der Serie so sehr geärgert, dass ich meinen uralten IMDB Account nochmal rausgesucht habe nur um ein schlechtes Review über die Serie zu schreiben….und das will was heißen. Denn eigentlich habe ich so ein Gefühl eher selten. Nachdem ich von der Serie in den ersten sechs Folgen bei Stange wurde, wurde ich beim Finale mit so viel unerträglichem Blödsinn konfrontiert, dass ich die schlechte Qualität der letzten Folgen einfach persönlich nehmen musste.
Was mich an THE OA am meisten stört ist, dass es viele gute Ansätze für die Handlung gegeben hat und sich die Show in alle möglichen Richtungen hätte entwickeln können. Leider vergebens, denn man kann sicher sein dass die Autoren von allen Möglichkeiten die unrealistischste und unglaubwürdigste raussuchen, so dass auch der aufgeschlossenste Fan nur noch mit dem Kopf schütteln muss. Am Ende bleibt nämlich nur eine lächerliche Handlung mit tanzenden Teenagern und einer Menge esoterischer Floskeln. THE OA hat viele guten Ideen, scheitert jedoch kläglich weil sich die Show für viel klüger hält als sie eigentlich ist. Die Qualität der Drehbücher nimmt von Folge zu Folge deutlich,  was wirklich ärgerlich ist nachdem man gerade 6 Stunden lang eine Serie geschaut hat die sich mit jeder Minute weiter in Luft auflöst. Sowas ähnliches hatte ich neulich auch schon bei der zweiten Staffel von TRUE DETECTIVE erlebt, aber so schlimm wie hier habe ich das selten empfunden.

THE OA ist originell, hat gute Schauspieler, sehr gute Ideen. Insgesamt fehlt es jedoch leider an einer klaren Linie, so dass viele interessante Stränge aufgenommen werden, die dann letztlich ins Leere verlaufen oder durch blöde Dialoge und Szenen ausgetauscht werden. Aus den Ideen die bei THE OA kombiniert wurden, könnte man mindestens drei gute Shows machen wenn man jede dieser Ideen getrennt verfilmt hätte. In der Gesamtheit passen viele dieser Inhalte jedoch nicht zusammen. Ich schaue gerne Filme die sich über ein Leben nach dem Tod Gedanken machen (zb. FLATLINERS) und finde auch Crime Filme/Serien die sich mit Entführungen befassen zum Teil sehr spannend (THE ROOM). Jeder dieser Ansätze ist gut, aber in der Gesamtheit funktioniert das hier nicht. Das Finale wirkt lachhaft, dumm und auf eine sehr peinliche Weise naiv. Die ersten Folgen der Serie machen absolut Lust auf mehr, denn ständig fragt man sich wie sich die Handlung wohl am Ende entwickeln wird. Hätte man sich im zweiten Teil der Staffel mehr Mühe mit den Drehbüchern gegeben wäre THE OA um Klassen besser geworden und somit kann ich nur empfehlen die Show nach vier oder fünf Folgen nicht mehr weiter zu schauen. Denn diese Folgen sind durchaus gut und akzeptabel.

Spoiler Warnung: Die Handlung der Serie habe ich bewusst hinten angestellt, da sich viele Leser die Serie eventuell noch ansehen möchten. Die Hauptfigur ist Prairie, die als Kind eine Nahtoderfahrung hatte und seitdem über Talente verfügte die sie vorher nicht hatte. Zum Beispiel kann sie fantastisch Geige spielen. Am Klang ihrer Musik erkennt ein böser Professor dass es sich bei Prairie nur um jemanden handeln kann der eine Nahtoderfahrung überlebt hat, denn dass jemand nur durch Übung zu einem guten Geigenspieler wird ist natürlich absolut unrealistisch (IRONIE!!!). Dieser Professor hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die eine Nahtoderfahrung hatten zu entführen und in einen unterirdischen Bunker zu sperren. Dort führt er Versuche an ihnen durch, um mehr über das Leben nach dem Tod zu erfahren. Grundsätzlich ist das ja noch eine durchaus interessante Handlung, doch von jetzt an gleitet die Story ins Lächerliche ab. In einer Nahtod-Vision erscheint Prairie ein Engel der ihr befielt etwas Lebendes zu schlucken und die fünf heiligen Tanzschritte zu lernen die das Tor in eine andere Galaxis öffnen. Das Finale entwickelt sich dann zu einem Mischmasch aus FLATLINERS, HIGHSCHOOL MUSICAL und BOWLING FOR COLUMBINE bei der Menschen durch Tanzschritte von ALS geheilt werden und wo ein Schulmassaker der absolut nichts mit der Handlung zu tun hatte als schockierender Plot-twist dienen soll. Dass ist nicht nur Geschmacklos, sondern auch einfach nicht mehr unterhaltsam. Die Drechbuchautoren haben THE OA (was übrigens ORIGINAL ANGEL heißt) so richtig verkackt und ich sehe keinen Weg die Story weiterzuführen ohne das Unglück nur noch schlimmer zu machen. THE OA gehört meiner Meinung nach eingestampft, auch wenn ich durchaus Spaß an den ersten Folgen hatte.

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