TRUE DETECTIVE Staffel 2 – Fazit nach fünf Folgen

TRUE DETECTIVE Staffel 2 – Fazit nach fünf Folgen

TRUE DETECTIVE Staffel 2 Review Folge 5

Hi Leute, nachdem in den USA jetzt ein Großteil der neuen Staffel von TRUE DETECTIVE gelaufen ist, möchte ich hier jetzt schonmal ein kleines Vor-Fazit ziehen. Nach knapp fünf Folgen von TRUE DETECTIVE lässt sich bereits eine kleine Tendenz erkennen. Nämlich, dass die zweite Staffel von TRUE DETECTIVE bisher eigentlich ganz okay ist und auch immer mal wieder einige unterhaltsame Szenen enthält, im Vergleich mit der genialen ersten Staffel aber deutlich zurückfällt.

Man muss aber auch ganz klar sagen dass die Storyline bei der zweiten Staffel deutlich komplizierter ist als die straighte Serienkiller-Storyline aus Season 1, so dass man trotz erster Enthüllungen in Folge fünf als Zuschauer immer noch nicht genau weiß woran man eigentlich ist.

Für den Suspense Faktor ist das zwar irgendwie positiv, doch frustriert es einfach wenn man nach einigen Folgen irgendwie das Gefühl hat, dass sich die Story nicht weiterentwickelt und für meinen Geschmack braucht diese Staffel einfach viel zu lange um die Story aufzubauen. Trotzdem, Schauspielerisch ist die zweite Staffel eine Hausnummer für sich, denn Colin Farrell spielt ausgezeichnet und auch Taylor Kitsch und Rachel McAdams sind ebenfalls sehr beeindruckend und passen perfekt in die Serie. Dass Colin Farrell ein guter Schauspieler ist, dürfte sich inzwischen ja nach konstant guten Leistungen bereits rumgesprochen haben. Aber die große Überraschung für mich ist, dass mir Rachel McAdams fast noch am besten gefällt, denn Ihre Szenen zählen mit zu den stärksten Momenten der fünften Folge.

Spoiler. Nachdem die vierte Folge mit einer riesigen Schießerei endete, bei der glücklicherweise jedoch keine der Hauptfiguren getötet wurden, geht es jetzt mit der Handlung ins letzte Drittel. Die beiden letzten Folgen zählen für mich bisher zu den Höhepunkten der zweiten Staffel und lieferten Schauspielerei auf allerhöchstem Niveau. Vince Vaughn ist dabei zum ersten Mal auch auf dem Level seiner Co-Stars und schafft es mit seiner bisher besten Performance zum ersten Mal von mir als richtiger Schauspieler wahrgenommen zu werden. Und das ist mehr, als ich es mir vor einigen Monaten noch zu träumen gewagt hätte. Das liegt aber auch daran, dass Vaughns Charakter langsam aber sicher auch eine gewisse geistige Tiefe bekommt, die seiner Rolle in den ersten Folgen bisher immer gefehlt hat. Bisher war Vaughns Figur ein relativ blasser und generischer Gangster, was jetzt durch die liebevolle Chemistry zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin in einem komplett anderen Licht gezeigt wird. Während Vaughns schauspielerische Range vorher eher darin bestand, mit Steven Seagal-gleicher Stoischkeit finster und nuschelnd in die Kamera zu blicken, enwickelt er sich langsam aber sicher zu einer richtigen Figur, die sowohl düstere als auch warme Seiten zeigen kann. Und jetzt bin ich aufrichtig daran interessiert, wie sich Vaughns Rolle weiter entwickelt, da im Moment echt nicht abzusehen ist ob er sich zu einem Antagonisten oder einem Protagonisten entwickelt. Und genau das tut der Serie gut und zählte auch in der ersten Staffel zu den Stärken der Show.

Die Qualität des Drehbuches ist gut und hat nach der ersten Folge jetzt endlich nochmal die Qualität der ersten Staffel erreicht. Für mich ist die gestrige Folge der bisherige Höhepunkt der Staffel. Und da man jetzt zum ersten Mal das Gefühl hat dass die Story jetzt endlich in Fahrt kommt, hoffe ich sehr dass die nächsten Folgen dem noch eins draufsetzen können. Während die vierte Folge mit einer perfekt umgesetzten Action-Sequenz endete, wbeschränkt sich die fünfte Folge eher damit, den Figuren mehr geistige Tiefe zu verleihen. Die Dialoge sind nach den schwächeren Folgen 2+3 auch wieder auf dem Level der ersten Episode und ich hoffe wirklich dass die Handlung mit der am nächsten Wochenende erscheinenden sechsten Folge endlich mal ins Rollen kommt. Der Mittelteil der Staffel war nicht schlecht aber viel zu generisch und vor allem zu ereignislos. Ich bin ein großer Fan der Serie, doch hätte ich fast nach dem schwachen Anfang ein bißchen die Lust an der Show verloren. Doch habe ich jetzt das Gefühl, dass man jetzt endlich die Phase der Charaktereinführung überstanden hat und sich die stärksten Momente der Staffel noch vor uns befinden.

Ein großer Kritikpunkt bleibt jedoch, dass die Geschichte der zweiten Staffel viel zu kompliziert ist, so dass man sehr, sehr viel Geduld investieren muss bis sich die Räder der Handlung endlich mal drehen und man als Zuschauer entsprechend unterhalten wird.
Auf eine gewisse Art und Weise bin ich bereits jetzt ein bißchen von der zweiten Staffel enttäuscht, doch bleibt mit den noch ausstehenden Folgen immer noch genug Luft um nochmal kräftig an der Qualitätsschraube zu drehen und diesen negativen Gesamteindruck umzukehren. Zwar gefallen mir Teile der Handlung der aktuellen Staffel wirklich sehr, jedoch habe ich bisher nicht das Gefühl dass es Serienschöpfer Pizzolatto und sein Team mit der zweiten Staffel den Geist der grandiosen Ersten Staffel mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson einzufangen. Schauspielerisch ist alles erste Sahne, was jedoch manchmal durch überdramatische Dialoge und die viel zu komplexe Handlung ein bißchen getrübt wird.

Also, nach fünf Folgen ist die zweite Staffel von TRUE DETECTIVE auf keinen Fall auf demselben Level wie die Erste. Aber da die Qualität immer noch besser als 90% der Crime-Serien auf dem TV Markt ist, kann man als Fan trotzdem damit leben und ich hoffe jetzt ein bißchen darauf, dass die restlichen Folgen das Ruder herumreißen werden.

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